Innovation

«Design» wird in Zusammenhang mit dem vorliegenden Internetauftritt im amerikanischen Sinn verwendet, d.h. darunter werden sowohl die technische Konstruktion als auch die formale Gestaltung verstanden. Der gebürtige Wengener, Ulo Gertsch, war rund 10 Jahre als patentierter Bergführer und Skilehrer tätig, baute danach  die Gertsch Skibindungen AG in Interlaken auf zur Entwicklung und Vermarktung des von ihm erfundenen , damals revolutionären Platten-Skibindungssystems. Dieses wurde in verschiedenen Ausführungsformen – ständig weiterentwickelt – durch die Fritschi AG, Reichenbach produziert, wodurch über die Jahre Dutzende von neuen Arbeitsplätzen geschaffen wurden. Es war das erste Sicherheitsbindungs-System, das diese Bezeichnung verdiente und deshalb im ersten , umfassenden Skibindungstest der Stiftung Warentest Berlin von 22 getesteten Fabrikaten als einziges die Note gut erhielt (aktenkundig). Im 5. Geschäftsjahr wurden international über 100 000  Gertsch Bindungen verkauft und – mit nur 5 Leuten – ein Umsatz von 5 Mio. CHF erzielt. Letztes Modell dieser Produktereihe war die von Ulo Gertsch  entwickelte Touren-Plattenbindung, für welche die Fritschi AG die Herstell- und Vertriebsrechte von Gertsch erwarb und dann einen langjährigen Liefervertrag mit der Schweizerarmee abschliessen konnte. Die FT88 wurde zur Ordonanzbindung über mehr als 10 Jahre. Während 5 Jahren war Ulo Gertsch als Business Unit  Manager mit Schwerpunkt R+D einer Tochterfirma des US-Konzerns AMF Stanford Con. tätig. Danach entwickelte er neuartige Skibindungs- und Skischuh-Systeme, die er auf dem Lizenzweg über verschiedene Firmen verwertete, z.B Head , Salomon und Tyrolia. Für die erste Kunststoffbindung der Welt konnte ein lukrativer Vertrag (Patent- und Knowhow-Verkauf)mit der tschechischen Gruppe Kohinor  Bilovec abgeschlossen werden. Nachher gings vom Schnee aufs Wasser. Zunächst realisierte Gertsch  mehrere muskelbetriebene Wasserfahrzeuge , zunächst solche mit Handantrieb für Rollstuhlsportler, dann verschiedene Konzepte sowohl mit Hand- als auch mit Fussantrieb, wobei alle Projekte bis zum perfekt funktionierenden und präsentierenden Prototypen entwickelt und erfolgreich auf Schnee bzw. Wasser getestet wurden.

Im Jahr 2000 wurde die Inventra AG konstituiert, deren VR-Präsident (meistens) und Geschäftsleiter (immer) Ulo Gertsch bis Ende Juni 2020 war. Schwerpunkt der Aktivitäten war nach wie vor die Produktinnovation, fast ausnahmslos im Schnee- als auch im Wassersportbereich gemäss den Projekten und Produkten, die hiernach beschrieben und mit Bildern dargestellt sind. Ein Projekt, das bis zur Serienreife entwickelt wurde und seit zwei Jahren in der Schweiz im Sportfachhandel als auch online verkauft wird, ist das neuartige Schneeschuh-System zum Steigen, Fahren und Gleiten gemäss www.crossblades.ch . Um auch im Sommer-Halbjahr Einnahmen generieren zu können , aber auch in Anbetracht der Klimaerwärmung wurde erneut ein Wassersportprojekt in Angriff genommen, welches aktuell (Sommer 2020) in Form von 5 perfekt funktionierenden Testmustern auf verschiedenen Schweizer Seen probeweise im Einsatz sind gemäss www.alligator-waterbike.ch . Geplant ist (Stand Juni 2020) , Ende Sommer mit der Umsetzung zur Serienreife zu beginnen, im Winter 2021 die Serienfertigung und im darauf folgenden Frühjahr den Verkauf aufzunehmen. Mehrere Gertsch-Projekte, von denen bereits Konzepte, teils Funktionsmodelle oder gar Patent-Anmeldeschriften bestehen, befinden sich in der Pipeline, wobei auch immaterielle Innovationen darunter sind.